Werbung & Content Schreiben & Gestalten Läuft im Alltag
Verkaufsweg aus zwei eigenen Seiten statt Baukasten
Anzeige, Anmeldung, Erinnerungsmails und Termin sind selbst gebaut. Es gibt keine Monatsgebühr, und die Daten bleiben im eigenen Haus.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Funnel-Baukästen kosten monatlich, behalten die Daten beim Anbieter und zwingen den eigenen Ablauf in eine Vorlage.
Was der Fall macht
Führt Interessenten von der Anzeige über Anmeldung und Erinnerungsmails zur wöchentlichen Online-Veranstaltung und zum Erstgespräch.
Was er bewirkt
Ein wöchentlicher Verkaufskanal aus zwei eigenen Seiten — ohne laufende Gebühr, jederzeit änderbar, die Daten bleiben im Haus.
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Anzeigen schalten Mehrere Anzeigenformen führen auf ein Formular oder auf die eigene Anmeldeseite.
- 2 Programm Anmeldung mit vier Fragen Beide Wege stellen dieselben vier Fragen — die Antworten bereiten das Verkaufsgespräch vor.
- 3 Programm Bestätigen und erinnern Eine zweite Seite stimmt auf den Termin ein, eine E-Mail-Strecke schickt Informationen und Erinnerungen.
- 4 Mensch Veranstaltung halten Wöchentlich zur festen Zeit; danach gibt es genau einen nächsten Schritt: das kostenlose Erstgespräch.
- Datenquelle
- normales Programm
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Ein Verkaufsweg mit Anmeldung, Erinnerungen und Termin braucht keine Spezialsoftware — Sie müssen nur entscheiden, wie der Ablauf aussehen soll.
Für jeden, der einen wiederkehrenden Verkaufsanlass schaffen will: Informationsabend, Werkstattbesichtigung, Sprechstunde, Online-Vortrag.
Fangen Sie mit der Live-Fassung an, nicht mit der Automatisierung. Die ersten Durchläufe liefern kostenlos die Einwände und die Absprungstellen — und damit genau das Material, das eine spätere automatisierte Fassung braucht. Wer zuerst automatisiert, konserviert seine Fehler.
Die Ausgangslage
Für ein neues Produkt sollte ein wiederkehrender Verkaufskanal entstehen: eine wöchentliche Online-Veranstaltung, aus der Verkaufsgespräche hervorgehen.
Der übliche Weg ist ein Funnel-Baukasten mit monatlicher Gebühr. Das ist bequem, hat aber drei Nachteile: Die Kosten laufen weiter, auch wenn das Produkt pausiert. Die Daten liegen beim Anbieter. Und der Ablauf muss sich an die Vorlage anpassen statt umgekehrt. Die Frage war also: Wie viel Werkzeug braucht es überhaupt?
Die Lösung im Einzelnen
Der Verkaufsweg besteht aus wenigen Teilen, die alle austauschbar sind. Anzeigen führen auf ein Formular der Werbeplattform oder auf eine eigene Anmeldeseite. Beide stellen dieselben vier Fragen — damit Anzeige, Formular und das spätere Telefonat dieselbe Sprache sprechen.
Nach der Anmeldung stimmt eine zweite Seite auf den Termin ein, eine E-Mail-Strecke schickt Informationen und Erinnerungen. Nach der Veranstaltung führt genau ein Weg weiter: ein kostenloses Erstgespräch. Kein Direktkauf, keine Verzweigung. Das hält den Weg für den Interessenten eindeutig und macht die Auswertung erst möglich.
Bewusst verzichtet wurde auf vorgetäuschte Live-Interaktion und künstliche Verknappung. Beides ist in Deutschland und Österreich abmahnbar und wird von der Zielgruppe durchschaut. Echte Termine und echte Fristen wirken genauso gut und halten rechtlich.
| Stufe | Menge | Übergang | Womit gebaut |
|---|---|---|---|
| Anzeige gesehen | 18.400 | — | Werbeplattform |
| Anmeldung | 112 | 0,6 % | Formular bzw. eigene Seite (dieselben 4 Fragen) |
| Erinnerungsstrecke erhalten | 112 | 100 % | E-Mail-Automation |
| Live dabei | 41 | 37 % | Videokonferenz, Di 18:00 |
| Erstgespräch gebucht | 9 | 22 % | Terminseite — der einzige nächste Schritt |
Die letzte Zeile ist der Grund für die ganze Bauweise: Weil es nur einen möglichen nächsten Schritt gibt, ist jede Zahl eindeutig zuordenbar.
Was wir dabei gelernt haben
- Ein einziger nächster Schritt schlägt zwei. Direktkauf und Erstgespräch nebeneinander schwächen beide.
- Echte Fristen schlagen erfundene Verknappung — sie halten rechtlich und wirken nicht schlechter.
- Dieselben Fragen in allen Einstiegen. Sonst beginnt jedes Vertriebsgespräch damit, Widersprüche aufzuklären.
- Erst live halten, dann automatisieren. Das Live-Format liefert die Einwände, die die automatisierte Fassung braucht.
- Ein Funnel braucht kein Funnel-Werkzeug. Zwei Seiten, zwei Schnittstellen und eine Mailstrecke reichen — was fehlt, ist keine Software, sondern die Entscheidung über den Ablauf.
Dieselben vier Fragen in beiden Anmeldewegen sind kein Zufall: Anzeige, Formular und Vertriebsanruf sollen dieselbe Sprache sprechen — sonst beginnt jedes Gespräch mit einer Korrektur.
Aus der Funnel-Dokumentation
Bewusst verworfen — und warum Tabelle
| Naheliegende Idee | Warum nicht |
|---|---|
| Aufgezeichnete Veranstaltung als „live“ ausgeben | in DACH abmahnbar, wird durchschaut |
| Erfundener Chat mit Scheinteilnehmern | dasselbe Problem, zusätzlich Vertrauensverlust |
| Künstliche Verknappung („nur noch 3 Plätze“) | echte Fristen wirken genauso gut und halten |
| Direktkauf neben dem Erstgespräch | zwei Wege verwässern beide — einer schlägt zwei |
Quelle: Gestaltungsentscheidungen 2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.