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7 Medien mit realistischer Chance statt hundert Adressen
Eine bewertete Liste zeigt, welche Medien für ein Thema überhaupt infrage kommen, über welchen Weg man einreicht — und welche nur Anzeigen verkaufen wollen.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Pressemitteilungen werden gestreut und verpuffen, weil die meisten angeschriebenen Medien für das Thema gar nicht infrage kommen.
Was der Fall macht
Prüft für ein Thema, welche Medien redaktionelle Beiträge annehmen und welche nur Anzeigen verkaufen.
Was er bewirkt
7 Medien mit realistischer Chance auf freie Berichterstattung; wie viele Veröffentlichungen daraus entstanden, ist nicht erfasst.
So funktioniert es
2 von 4 Arbeitsschritten erledigt ein Sprachmodell. Den Rest machen ein normales Programm und ein Mensch.
- 1 Mensch Thema schärfen Ein Mensch legt fest, worum die Geschichte geht und für wen sie interessant ist.
- 2 Programm Medien sammeln Eine Suche im Web trägt Fachmedien, Wirtschaftsmagazine, Regionalzeitungen und Sender zusammen.
- 3 Sprachmodell Redaktion oder nur Anzeigen? Die KI prüft je Medium, ob es redaktionelle Beiträge annimmt oder nur Anzeigen verkauft.
- 4 Sprachmodell Bewerten und sortieren Die KI schätzt Chance, Format und Kontaktweg ein und sortiert nach Erfolgsaussicht.
- normales Programm
- Sprachmodell (KI)
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Ein Beitrag in einem Fachmedium kostet nichts außer der Recherche, wirkt aber jahrelang — vorausgesetzt, man schreibt die richtigen fünf Redaktionen an statt hundert falsche.
Für jeden Betrieb mit einer Geschichte, die über den eigenen Kundenkreis hinaus interessiert: eine ungewöhnliche Investition, eine Ausbildungsinitiative, ein technisches Verfahren, ein Jubiläum.
Der Einstieg kostet einen Nachmittag. Fragen Sie nicht „wie schreibe ich eine Pressemitteilung“, sondern zuerst: Welche fünf Redaktionen berichten über so etwas überhaupt? Erst danach lohnt sich der Text — und dann schreibt man ihn für genau diese fünf.
Die Ausgangslage
Öffentlichkeitsarbeit im Mittelstand scheitert selten am Thema. Sie scheitert daran, dass niemand weiß, wohin man sich mit einer Geschichte wenden kann.
Der übliche Reflex ist ein gekaufter Presseverteiler: hundert Adressen, eine Mitteilung, Versand. Die Wirkung liegt nahe null, weil die meisten Empfänger für das Thema nicht zuständig sind — und weil viele Portale nur bezahlte Veröffentlichungen annehmen. Was fehlt, ist keine größere Liste, sondern eine geprüfte.
Die Lösung im Einzelnen
Für ein konkretes Thema wird recherchiert, welche Medien überhaupt infrage kommen: Fachmedien der Branche, Wirtschaftsmagazine, regionale Zeitungen, Radiosender. Je Medium wird eingeschätzt, ob freie Berichterstattung realistisch ist, welches Format passt und über welchen Weg man einreicht.
Das Ergebnis ist nach Erfolgsaussicht sortiert. Oben stehen Medien, die redaktionelle Beiträge ausdrücklich annehmen oder deren Kernthema die Geschichte trifft. Regionale Gratiszeitungen und Interviewformate im Radio landen ebenfalls weit oben, weil sie dauerhaft Stoff brauchen.
Ebenso wichtig ist die untere Hälfte: Medien, die nur bezahlte Veröffentlichungen anbieten. Sie zu kennen erspart die Enttäuschung, dass die Antwort auf eine Mitteilung ein Anzeigenangebot ist. Wie viele Veröffentlichungen daraus entstanden sind, ist nicht erfasst — dieser Fall zeigt die Vorbereitung, nicht das Medienecho.
- Hohe ChanceBranchenmagazin GastronomieNimmt Fachbeiträge ausdrücklich an, eigene Rubrik für Betriebsberichte.Weg: Redaktionsadresse, Themenvorschlag in fünf Zeilen. Format: Fachbeitrag, 4.000–6.000 Zeichen.
- Hohe ChanceRegionale WochenzeitungBraucht dauerhaft lokale Geschichten, kleine Redaktion.Weg: Lokalredaktion direkt. Format: kurze Meldung mit Foto, Interview möglich.
- Mittlere ChanceTechnikportal, Schwerpunkt KIThema passt genau, aber viele Einreichungen.Weg: nur mit einer Zahl im Aufhänger, die es sonst nirgends gibt.
- AussortiertWirtschaftsportal mit „PR-Service"Veröffentlicht ausschließlich bezahlte Beiträge, ab 890 € je Artikel.Nicht anschreiben. Die Antwort auf eine Mitteilung wäre ein Anzeigenangebot.
Die untere Hälfte ist genauso wertvoll wie die obere: Sie erspart die Enttäuschung und die Zeit.
Was wir dabei gelernt haben
- Die Liste ist wichtiger als der Text. Ein guter Text an die falsche Redaktion bleibt wirkungslos.
- Regionale und kleine Fachmedien sind die realistischsten Ziele. Sie brauchen dauerhaft Stoff; große Häuser haben genug.
- Ein Interviewformat ist leichter zu bekommen als ein Artikel — Redaktionen sparen damit Schreibarbeit.
- Wer nur Anzeigen verkauft, sagt das nicht von selbst. Diese Medien vorher zu erkennen, gehört zur Recherche.
Die untere Hälfte der Liste ist genauso wertvoll wie die obere: Wer weiß, welches Portal nur bezahlte Veröffentlichungen anbietet, spart sich die Enttäuschung, als Antwort ein Anzeigenangebot zu bekommen.
Aus der Auswertung
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.