Kundengewinnung Finden & Recherchieren Läuft im Alltag
Aus 20 Tagen Adressrecherche werden 35 Minuten
Wer eine Stelle ausschreibt, hat ein Personalproblem und ein Budget dafür. Ein Programm findet diese Betriebe — samt Ansprechpartner, Telefon oder E-Mail.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Unser bester Kaufauslöser ist eine offene Stelle — aber wer die Betriebe von Hand heraussucht, schafft 60 bis 100 an einem Tag.
Was der Fall macht
Liest alle Stellenanzeigen von acht regionalen Jobportalen aus und zieht Firma, Ansprechpartner, Telefon und E-Mail heraus.
Was er bewirkt
1.712 Firmen mit Kontakt in 35 Minuten — von Hand wären es geschätzt rund 20 Arbeitstage.
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Acht regionale Jobportale Jedes Portal führt ein maschinenlesbares Verzeichnis aller seiner Stellenanzeigen.
- 2 Programm Anzeigen abrufen Ein Programm ruft das Verzeichnis ab und liest 15.888 Anzeigen einzeln — ohne Durchklicken.
- 3 Programm Kontakt herausziehen Name, Telefon und E-Mail stehen in eigens ausgezeichneten Feldern — kein Raten nötig.
- 4 Programm Firmen zusammenführen Mehrere Anzeigen desselben Betriebs werden zu einem Datensatz, die Liste geht als Excel-Tabelle an den Vertrieb.
- 5 Mensch Vertrieb ruft an Der Vertrieb arbeitet mit der Liste und ruft die Betriebe direkt an.
- Datenquelle
- normales Programm
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Wenn Ihre Wunschkunden ein öffentliches Signal senden, bevor sie kaufen, können Sie exakt dann anrufen — statt kalte Listen abzutelefonieren.
Die Frage ist dabei nie „Können wir Daten sammeln?“, sondern: Welches öffentliche Ereignis geht dem Bedarf voraus? Eine Ausschreibung, eine Baugenehmigung, eine Gewerbeanmeldung, eine Förderzusage, ein Bauantrag.
Wer diese eine Frage für sein Geschäft beantworten kann, hat den Rest in wenigen Tagen gebaut — die Technik ist der kleinere Teil. Wer sie nicht beantworten kann, sollte hier gar nicht erst anfangen.
Die Ausgangslage
Unser bester Kaufauslöser ist eine Stelle, die seit Monaten offen ist. Nur: Wie findet man die Betriebe, bei denen das gerade zutrifft — heute, nicht letztes Quartal?
Der bisherige Weg war Handarbeit: Portal öffnen, suchen, Anzeigen einzeln anklicken, Kontakt in eine Tabelle kopieren. Realistisch schafft man so 60 bis 100 Firmen an einem Arbeitstag — und bei den großen Portalen steht oft gar kein Ansprechpartner in der Anzeige, sondern nur ein Bewerbungsformular.
Die Lösung im Einzelnen
Ein Programm läuft die Portale systematisch ab und liest aus jeder Anzeige Stelle, Ort und Firma — und die Kontaktbox mit Name, Telefon und E-Mail. Heraus kommt eine Excel-Tabelle, mit der der Vertrieb sofort arbeiten kann.
Die entscheidende Erkenntnis war nicht technisch, sondern strategisch: Wir hatten zuerst das größte, bekannteste Portal ausgewertet. Der regionale Verbund, den wir danach probierten, lieferte fast doppelt so viele Kontakte — und war technisch der einfachere Fall.
Der Grund ist wirtschaftlich: Ein regionales Portal verkauft dem Inserenten die Sichtbarkeit seines Betriebs, deshalb steht die Kontaktbox freiwillig auf der Seite. Ein großer Marktplatz verkauft Klicks und will keinen Kontakt am Portal vorbei.
| Firma | Ort | Offene Stelle | Ansprechpartner | Telefon | Zuletzt gesehen |
|---|---|---|---|---|---|
| Hotel Bergblick GmbH | 6363 Westendorf | Koch (m/w/d) | M. Aigner | +43 5334 12345 | 30.07.2026 |
| Elektro Sandner e.U. | 4020 Linz | Elektrotechniker | S. Wimmer | +43 732 998877 | 30.07.2026 |
| Pflegeheim Sonnhof | 9020 Klagenfurt | DGKP Nachtdienst | A. Traxler | +43 463 445566 | 29.07.2026 |
| Möbel Hartinger KG | 8055 Graz | Tischler | — | +43 316 223344 | 29.07.2026 |
| Bäckerei Steinmüller | 5020 Salzburg | Bäcker (Frühschicht) | K. Neuhold | +43 662 887766 | 28.07.2026 |
Der Vertrieb bekommt genau diese Datei. Betriebe ohne Ansprechpartner bleiben in der Liste — die Telefonnummer genügt für den Anruf.
Was wir dabei gelernt haben
- Zuerst den kleineren, spezialisierten Anbieter prüfen, nicht den größten. Wessen Geschäftsmodell auf der Sichtbarkeit des Inserenten beruht, gibt Kontaktdaten freiwillig heraus. Wer Klicks verkauft, verbirgt sie.
- Für strukturierte Daten braucht es keine künstliche Intelligenz. Ein normales Programm liest sie exakt, sofort und ohne laufende Kosten. Ein Sprachmodell wäre hier langsamer, teurer und ungenauer gewesen.
- Eine Anzeige auf einem Portal beweist keine offene Stelle. Portale führen besetzte Stellen monatelang weiter. Belastbar ist nur die Karriereseite des Betriebs selbst — das hat uns ein verlorenes Gespräch gelehrt.
Der große Marktplatz brachte 48 % Kontaktquote und brauchte dafür einen ferngesteuerten Browser. Der regionale Verbund brachte 95 % — mit einem simplen Abruf. Wir hatten am falschen Ende angefangen.
Aus der Projektauswertung, Juli 2026
Was in den Anzeigen tatsächlich drinsteht Tabelle
| Angabe | gefunden bei | Anteil |
|---|---|---|
| Firmenwebseite | 15.622 | 98 % |
| Telefonnummer | 8.662 | 55 % |
| E-Mail-Adresse | 8.585 | 54 % |
| Ansprechpartner:in namentlich | 8.487 | 53 % |
| Firmen mit mindestens einer Kontaktangabe | 1.712 von 1.806 | 95 % |
Quelle: Vollständiger Durchgang über acht Portale am 30.07.2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.