Vertrieb Finden & Recherchieren Läuft im Alltag
Kundenrecherche für 0 € statt 15 bis 30 $ je Lauf
Ein Sprachmodell zum Abrufen von Webseiten zu benutzen ist bequem und teuer. Die Trennung von Beschaffen und Beurteilen senkte die laufenden Kosten auf null.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Vor jedem Nachfassgespräch fehlt der aktuelle Stand — und die Recherche über ein Sprachmodell kostete 15 bis 30 Dollar pro Wochenlauf.
Was der Fall macht
Recherchiert vor dem Nachfassgespräch offene Stellen, Entscheider und Anrufanlass — über kostenlose Quellen.
Was er bewirkt
Im bisher größten Lauf 2.708 Kontakte bewertet, 1.656 davon mit Anrufempfehlung — bei laufenden Kosten von 0 €.
So funktioniert es
1 von 4 Arbeitsschritten erledigt ein Sprachmodell. Den Rest machen ein normales Programm und ein Mensch.
- 1 Daten Auftragsbuch lesen In der Kundendatenbank (CRM) steht bei einem Kontakt ein Feld auf „zu tun“ — das ist der Auftrag.
- 2 Programm Beschaffen Ein Programm ruft Karriereseite, Impressum, Stellenportal und den Stand im CRM ab — ohne Modell.
- 3 Sprachmodell Beurteilen Das Sprachmodell bewertet das Gesammelte: Anrufanlass, Entscheiderwechsel, Gesprächsstand, Empfehlung.
- 4 Programm Zurückschreiben und abhaken Das Ergebnis geht als Felder und Notiz ins CRM; das Auftragsfeld wird zurückgesetzt.
- 5 Mensch Vertrieb ruft an Der Vertrieb ruft die Kontakte an, für die eine Anrufempfehlung vorliegt.
- Datenquelle
- normales Programm
- Sprachmodell (KI)
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Wenn Sie KI für Recherche einsetzen, zahlen Sie fast immer für das Abrufen von Seiten mit — dabei kann das jedes Programm, und zwar umsonst.
Die Trennlinie gilt für jedes KI-Vorhaben, das mit Daten aus dem Netz oder aus eigenen Systemen arbeitet: Beschaffen ist Programmarbeit, Beurteilen ist Modellarbeit. Ein Programm liest strukturierte Daten exakt, sofort und immer gleich. Ein Modell liest sie ungefähr, langsamer und jedes Mal etwas anders — und stellt dafür eine Rechnung.
Prüfen Sie die Datenqualität, bevor Sie den ersten Lauf starten: Hier war die Rolle des Ansprechpartners nur bei einem Fünftel gesetzt. Wer das erst hinterher merkt, hat einen Lauf für nichts bezahlt.
Die Ausgangslage
Vor einem Nachfassgespräch will man wissen, was sich beim Kunden getan hat: Sucht er gerade Personal? Ist der Ansprechpartner noch da? Und vor allem — soll heute überhaupt jemand anrufen?
Der bequeme Weg ist, all das einem Sprachmodell zu übergeben. Bequem, aber teuer: Ein Vorgängerprojekt zahlte 15 bis 30 Dollar für einen Wochenlauf. Der weitaus größte Teil davon entfiel auf das bloße Abrufen und Auslesen von Seiten — auf Arbeit also, für die kein Modell nötig ist.
Die Lösung im Einzelnen
Die Arbeit ist bewusst zweigeteilt. Beschaffen — Karriereseite abrufen, Impressum auslesen, Stellenportal abfragen, die Kundendatenbank (CRM) lesen — macht ein Programm. Das kostet nichts und ist bei strukturierten Daten genauer als jedes Modell. Beurteilen macht das Modell, im vorhandenen Abo — also nicht kostenlos, aber nicht mengenabhängig.
Gesteuert wird der Dienst über ein Auftragsbuch: Ein Kontakt wird recherchiert, sobald ein Feld im CRM auf „zu tun“ steht — egal ob das ein Mensch setzt, eine Regel oder ein anderer Dienst. Danach setzt der Dienst das Feld zurück und stempelt den Zeitpunkt.
Begonnen hat der Dienst mit 388 Kontakten. Der größte Lauf, abgeschlossen am 18.08.2026, bewertete 2.708 Kontakte. Heraus kamen 1.656 Anrufempfehlungen (61 %), 5.350 belegte offene Stellen und 1.109 Zusagen aus früheren Gesprächen, die nie eingelöst wurden. Gestartet werden die Läufe weiterhin von Hand.
- Offene Stellen
- 2 — Tischler (seit 4 Monaten), LehrlingKarriereseite, abgerufen per Programm
- Entscheider
- F. Mooshammer, GeschäftsführungImpressum, abgerufen per Programm
- Entscheiderwechsel
- nein — identisch mit dem Stand im CRMBeurteilung durch das Modell
- Außenwahrnehmung
- 4,4 von 5 bei 27 Bewertungen, keine Auffälligkeitenöffentliche Quellen, abgerufen per Programm
- Anrufempfehlung
- ja, diese Woche — Tischlerstelle seit vier Monaten offen, das ist der AufhängerBeurteilung durch das Modell
- Beste Anrufzeit
- vor 9 UhrRegel aus der eigenen Anrufzeit-Auswertung
- Zuletzt gelaufen
- 05.08.2026 — Auftragsflag zurückgesetztder Dienst selbst
Die Spalte rechts ist der Punkt dieses Falls: Vier von sieben Feldern kommen aus einem einfachen Abruf und kosten nichts. Nur die drei Beurteilungen brauchen ein Modell.
Was wir dabei gelernt haben
- Extraktion gehört nicht ins Sprachmodell. Ein Vorgängerprojekt zahlte 15 bis 30 Dollar pro Wochenlauf, überwiegend für das Abrufen von Seiten. Ein normales Programm kann das umsonst — und genauer.
- Ein Auftragsbuch schlägt eine Liste im Code. Wer einen Kontakt recherchiert haben will, setzt ein Feld in der Kundendatenbank (CRM). Mensch, Regel oder Fremddienst — der Dienst weiß nicht, wer es war, und muss es nicht wissen.
- Der Anzeigename ist kein Firmenname. Im CRM steht dort eine Kampagnenzeile mit Firma, Person und Mailadresse in einem. Ungeprüft weiterverwendet, recherchiert man an einer Firma vorbei, die es so nicht gibt.
- Die neueste Notiz ist kein Maß für Aktualität. Eine fremde Automatik schreibt hier wöchentlich in jeden Kontakt. Wer daraus auf letzten Kundenkontakt schließt, liegt bei jedem Kontakt falsch.
- Eine Stichprobe misst den Werkzeugfehler, nicht den Schaden. Die Auswertung der Karriereseiten lag bei 40 Prozent der Befunde „keine offenen Stellen“ falsch — das klang nach einem unbrauchbaren Lauf. Nachgerechnet änderte der Fehler am Ende 12 Anrufentscheidungen, weil die Empfehlung selten an dieser einen Angabe hing.
- Ein stiller Rückfall ist gefährlicher als ein Absturz. Als die Suche an der Schnittstelle scheiterte, griff sie ohne Unterbrechung auf eine lokale Sicherung zurück — die in dem Fall 13 Tage alt war. Die Warnung stand in der Ausgabe; wer nur den Treffer las, arbeitete mit veralteten Aktivitäten.
- Beim großen Lauf ist das Nutzungslimit des Abos die Engstelle, nicht die Technik. Drei Stunden Rechenzeit wurden zu knapp vierzehn Stunden Laufzeit, weil das Kontingent zweimal griff. Einplanen, nicht bekämpfen.
Wer das Beschaffen ins Modell schiebt, zahlt für etwas, das ein einfacher Abruf erledigt. Das Modell soll urteilen, nicht abholen.
Aus den Projektregeln, August 2026
Was die Zielmenge vor dem ersten Lauf hergab Tabelle
| Angabe | vorhanden bei | Anteil |
|---|---|---|
| Telefonnummer | 385 von 388 | 99 % |
| E-Mail-Adresse | 381 von 388 | 98 % |
| Firmenadresse hinterlegt | 344 von 388 | 88 % |
| Adresse passt plausibel zum Firmennamen | 227 von 388 | 58 % |
| Rolle oder Titel beim Ansprechpartner | 80 von 388 | 20 % |
Quelle: Prüfung der Zielmenge vor dem ersten Lauf, 05.08.2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.