Verwaltung Auswerten & Messen Läuft im Alltag
Welches Projekt die KI-Kapazität aufbraucht
Wer KI im Betrieb einsetzt, kennt bald die Rechnung, aber nicht ihre Verursacher. Zwei kleine Werkzeuge zeigen, wie viel Kapazität noch frei ist und wohin sie gegangen ist.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Beim Einsatz von KI im Betrieb weiß niemand, wie viel Kapazität noch übrig ist und welches Vorhaben sie verbraucht hat.
Was der Fall macht
Zählt aus den Protokollen auf dem Rechner, welches Projekt wie viel KI-Kapazität verbraucht, und meldet es jeden Abend um 22:00.
Was er bewirkt
Jeden Abend steht fest, welches Projekt wie viel verbraucht hat — ohne die Zuordnung erschien eines um den Faktor 44 zu klein.
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Stand der Konten Der Anbieter nennt je Konto den Limitstand mit Prozentwert und Zurücksetzzeitpunkt.
- 2 Daten Protokolle auf dem Rechner Jede Antwort der KI steht dort mit ihrem Verbrauch und dem Arbeitsordner, in dem sie entstand.
- 3 Programm Dem Projekt zuordnen Ein Programm rechnet jede Zeile auf ihr Projekt zurück, auch wenn die Arbeit in einem Zwischenverzeichnis lief.
- 4 Programm Gewichten und melden Gerechnet wird nach Preisverhältnis statt roh; um 22:00 gehen Rangliste und Füllstand heraus.
- 5 Mensch Steuern Ein Mensch entscheidet, wo gekürzt wird: beim mitgeschleppten Kontext, nicht bei der Zahl der Aufträge.
- Datenquelle
- normales Programm
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Sobald mehr als eine Handvoll Leute im Betrieb mit KI arbeitet, ist die Frage „was kostet uns das eigentlich, und wofür“ nicht mehr aus dem Bauch zu beantworten.
Sobald in einem Betrieb mehrere Leute oder mehrere Automatiken mit KI arbeiten, wird aus der Kostenfrage eine Zuordnungsfrage — und die beantwortet keine Rechnung des Anbieters. Die Voraussetzung ist gering: Die Werkzeuge schreiben ohnehin Protokolle. Es geht darum, das Vorhandene einmal auszuzählen.
Zwei Fallstricke: Ein Filter, der Zeilen verwirft, muss zählen, wie viele. Und Rohsummen ranken falsch — wer nicht nach Preisverhältnis gewichtet, spart am falschen Ende. Die Grenze: Ausgewertet wird der Rechner, auf dem gemessen wird. Was auf anderen Rechnern läuft, fehlt vollständig.
Die Ausgangslage
KI-Nutzung wird als Kapazität eingekauft — ein Kontingent, das sich in einem Zeitfenster füllt und dann bremst. Bei mehreren Rechnern, mehreren Konten und zweihundert Projektordnern kippt es: Irgendwann steht die Arbeit, und niemand weiß, warum.
Zwei Fragen sind dann offen. Wie voll sind die Konten? ist eine Frage an den Anbieter. Wer hat das verbraucht? ist eine Frage an die eigenen Protokolle — und die stellt üblicherweise niemand, weil man nicht weiß, dass die Antwort dort steht.
Die Lösung im Einzelnen
Das erste Werkzeug fragt für jedes Konto den Limitstand ab, mit Prozentwert und Zurücksetzzeitpunkt. Das zweite wertet die Sitzungsprotokolle auf dem Rechner aus: Jede Modellantwort trägt dort einen Verbrauchsblock und nennt den Arbeitsordner, in dem sie entstanden ist. Daraus fällt die Zuordnung Projekt zu Verbrauch ab, ohne dass irgendwo etwas mitgeschrieben werden müsste.
Die Rangliste ist gewichtet, nicht roh. Ausgabe zählt fünffach, Eingabe einfach, wiederverwendeter Kontext ein Zehntel — sonst ranken die Rohsummen falsch herum. Beides geht jeden Abend um 22:00 als eine Nachricht heraus.
Der Befund, der die Steuerung verändert hat: Über drei Tage standen 2,25 Milliarden wiederverwendete Kontexteinheiten gegen 32,3 Millionen neu erzeugte. Nicht die Zahl der Aufträge treibt den Verbrauch, sondern die Größe des Kontexts, den jeder Auftrag mitschleppt. Wer sparen will, kürzt nicht die Arbeit, sondern das, was jede Arbeit an Vorwissen mitnimmt.
| Projekt | Anteil gewichtet | Ausgabe | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Kampagnenprüfung täglich | 41 % | 8,2 Mio. | Bilder, jeden Tag neu |
| Marktrecherche | 22 % | 4,1 Mio. | Vollabzug lief |
| Berichtswesen | 14 % | 2,6 Mio. | wöchentlich |
| Mailentwürfe | 9 % | 1,8 Mio. | |
| übrige 34 Projekte | 14 % | 2,9 Mio. | |
| Konto 1 · Woche | 63 % belegt | Zurücksetzung Mo 09:00 | |
| Konto 2 · Woche | 18 % belegt | empfohlen |
Was wir dabei gelernt haben
- Der Verbrauch wird vom Kontext getrieben, nicht von der Ausgabe. 2,25 Milliarden wiederverwendete gegen 32,3 Millionen neu erzeugte Einheiten in drei Tagen. Wer sparen will, kürzt das mitgeschleppte Vorwissen, nicht die Zahl der Aufträge.
- Ein Filter, der Zeilen verwirft, muss zählen, wie viele. Der erste Wurf verwarf Arbeit aus Zwischenverzeichnissen als „gehört zu keinem Projekt“ — und verlor damit mehr Verbrauch als der gesamte Rest. Ein Projekt erschien um den Faktor 44 zu klein.
- Rohsummen ranken falsch. Erst die Gewichtung nach Preisverhältnis macht aus einer Statistik eine Steuerungsgröße.
- Der Kontostand ist keine Projektzahl und umgekehrt. Wie das Kontingent tatsächlich verrechnet wird, weiß nur der Anbieter. Die eigene Auswertung vergleicht Projekte untereinander — mehr behauptet sie nicht.
- Ein Überwachungswerkzeug, das an einer Kleinigkeit stirbt, ist schlimmer als keines. Der Melder auf dem unbeaufsichtigten Rechner läuft deshalb bewusst mit der nachsichtigsten Fehlerbehandlung im ganzen Haus — anders als alles andere und hier richtig.
Nicht die Zahl der Aufträge senkt den Verbrauch, sondern die Größe des Kontexts, den jeder mitschleppt.
Aus der Auswertung über drei Tage
Die beiden Fragen und ihre Antworten Tabelle
| Frage | Quelle | Was sie beantwortet |
|---|---|---|
| Wie voll sind die Konten? | Anbieter-Schnittstelle | wie viel Luft noch ist |
| Welches Projekt hat verbraucht? | Sitzungsprotokolle auf dem Rechner | wohin die Luft gegangen ist |
| Wie wird gerechnet? | gewichtet nach Preisverhältnis | Ausgabe 5× · Eingabe 1× · wiederverwendet 0,1× |
| Was treibt den Verbrauch? | drei Tage Messung | der Kontext, nicht die Zahl der Aufträge |
| Was misst es nicht? | — | andere Rechner: deren Protokolle liegen dort, nicht hier |
Quelle: Messungen vom 21. bis 24.08.2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
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