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KI in der Praxis Dr. Gerhard Reisinger

Vertrieb Finden & Recherchieren Läuft im Alltag

Im Gespräch nachschlagen, was der Mitbewerber verspricht

Eine Datenbank aller Anbieter im Markt — mit Preismodell, Vertragsbindung und dem, was hinter den Garantien tatsächlich steht.

  • Aufbau6 Tage
  • Zahlen vom09.08.2026
  • Lesezeit4 Min.

Der Fall auf einen Blick

1

Das Problem

Sagt ein Interessent, er arbeite schon mit einem Anbieter, endet das Gespräch meist — weil niemand weiß, wie dessen Angebot aussieht.

2

Was der Fall macht

Sammelt aus öffentlichen Quellen, was jeder Anbieter im Markt verspricht, und macht es im Verkaufsgespräch nachschlagbar.

3

Was er bewirkt

Anbieter aus drei Ländern sind in Sekunden nachschlagbar, jede Angabe mit Quelle; wie viele Gespräche so weitergehen, wird nicht erfasst.

3Länder systematisch erfasst, branchenübergreifend
Vorher Wettbewerber unbekannt, Gespräch endet
Heute Nachschlagen in Sekunden
Vergleich geschätzt

So funktioniert es

2 von 4 Arbeitsschritten erledigt ein Sprachmodell. Den Rest machen ein normales Programm und ein Mensch.

  1. 1 Daten Öffentliche Quellen Webseiten, Geschäftsbedingungen, Datenschutzangaben, Bewertungen und Presse der Anbieter in drei Ländern.
  2. 2 Sprachmodell Nach festem Raster erfassen Die KI liest die Quellen und hält Angebot, Preismodell, Bindung und Garantie je Anbieter fest.
  3. 3 Sprachmodell Kleingedrucktes prüfen Die KI liest, an welche Bedingungen die Garantien geknüpft sind.
  4. 4 Programm Quelle je Angabe Zu jeder Angabe wird die Quelle abgelegt — im Gespräch muss jede Aussage nachprüfbar sein.
  5. 5 Mensch Im Gespräch zitieren Der Verkäufer ruft den genannten Anbieter auf und zitiert, statt zu bewerten.
  • Datenquelle
  • normales Programm
  • Sprachmodell (KI)
  • Mensch

Die Zahlen dahinter

0 Ranglisten — bewertet wird nach Kriterien, nicht nach Platz
je Angabe eine belegte Quelle

Was das für Ihren Betrieb heißt

Wer seinen Markt nicht kennt, verliert Gespräche an Anbieter, deren Angebot er nie gelesen hat — und kann die Frage nach dem Unterschied nur mit Behauptungen beantworten.

Jeder Markt hat diese Informationen öffentlich verfügbar — Geschäftsbedingungen, Preisseiten, Bewertungen. Kaum jemand liest sie systematisch.

Zwei Regeln machen den Unterschied zwischen Werkzeug und Schmutzkübel: Zu jeder Angabe die Quelle, und keine Wertung, die über den Befund hinausgeht. Wer über den Wettbewerb urteilt statt ihn zu zitieren, verliert im Gespräch an Glaubwürdigkeit — auch wenn er recht hat.

Die Ausgangslage

Es gibt einen Satz, an dem Verkaufsgespräche regelmäßig enden: „Wir arbeiten da schon mit jemandem zusammen.“ Danach folgt üblicherweise Allgemeines — man sei anders, besser, persönlicher. Das überzeugt niemanden, weil es jeder sagt.

Was tatsächlich helfen würde, wäre Kenntnis: Was genau hat der andere versprochen? Woran ist der Kunde gebunden? Und was steht in dessen Garantie eigentlich drin? Diese Informationen sind öffentlich. Sie stehen auf Webseiten, in Geschäftsbedingungen und Bewertungen. Nur hat sie niemand gesammelt.

Die Lösung im Einzelnen

Eine Datenbank über die Anbieter im eigenen Markt, gefüllt aus öffentlich zugänglichen Quellen. Je Anbieter: Angebot, Preismodell, Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, Bewertungen — und vor allem die Garantien samt ihrem Kleingedruckten.

Der letzte Punkt ist der wertvollste. Garantien im Dienstleistungsgeschäft klingen nach Sicherheit und sind oft an Bedingungen geknüpft, die der Kunde erst im Streitfall liest: Mitwirkungspflichten, Mindestlaufzeiten, Nachbesserung statt Rückzahlung. Wer das im Gespräch sachlich benennen kann, braucht keine Behauptung über sich selbst.

Ausdrücklich keine Rangliste: Die Sammlung bewertet nach festen Kriterien und dokumentiert, woher jede Angabe stammt. Ein Anbieter ist nicht „schlecht“, sondern hat eine 24-monatige Bindung — das ist ein Fakt, keine Meinung, und genau so gehört es ins Gespräch.

Ein Anbieterprofil, wie es im Gespräch aufgerufen wirdBeispielansicht · Daten erfunden
Anbieter nachschlagen · Beispielprofil
MerkmalBefundQuelle
PreismodellMonatlich, Mindestlaufzeit 12 MonatePreisseite
Kündigungsfrist3 Monate zum LaufzeitendeAGB § 4
Garantie„Erfolgsgarantie“ — greift nur bei vollständiger Mitwirkung binnen 48 StundenAGB § 9
Was die Garantie leistetNachbesserung, keine RückzahlungAGB § 9 Abs. 2
Bewertungengemischt; wiederkehrend genannt: Erreichbarkeitöffentliche Portale

Was wir dabei gelernt haben

  1. Zitieren schlägt bewerten. Die Bedingung aus fremden Geschäftsbedingungen vorzulesen wirkt stärker als jede eigene Einschätzung.
  2. Keine Rangliste bauen. Sobald eine Sammlung Plätze vergibt, ist sie angreifbar — ein Kriterienraster mit Quellen ist es nicht.
  3. Garantien gehören ins Kleingedruckte gelesen. Die Werbeaussage und die vertragliche Zusage stimmen selten überein.
  4. Öffentliche Quellen genügen. Für alles, was im Verkaufsgespräch zählt, braucht es keine gekauften Marktdaten.

Eine Garantie, die nur Nachbesserung leistet, ist keine Garantie über das Ergebnis. Das muss man nicht kommentieren — es genügt, es vorzulesen.

Aus dem Kriterienkatalog der Sammlung
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Ablaufdiagramm: Im Gespräch nachschlagen, was der Mitbewerber verspricht
Von der Quelle bis zum Ergebnis. Dunkel = das Sprachmodell, weiß = ein normales Programm, grün = ein Mensch.

Haben Sie so einen Fall im Betrieb?

Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.

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