Kundengewinnung Finden & Recherchieren Einmalprojekt, abgeschlossen
Aus 40 Telefonnummern wurden 907
Ein Branchenverzeichnis listet 1.643 Firmen und nennt bei 40 davon eine Telefonnummer. Die Nummern gibt es trotzdem — sie stehen nur woanders.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Das Verzeichnis kennt 1.643 Firmen, nennt aber nur bei 40 eine Telefonnummer und bei 33 eine Webadresse.
Was der Fall macht
Sucht zu jeder Firma aus einem Branchenverzeichnis die eigene Website und liest dort Telefon, E-Mail und Ansprechpartner aus.
Was er bewirkt
Aus 40 Telefonnummern wurden 907 — dazu 857 E-Mail-Adressen und 522 namentliche Ansprechpartner.
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Branchenverzeichnis Das Verzeichnis liefert 1.643 Profile mit Name, Adresse, Land und Beschreibung.
- 2 Programm Name und Ort übernehmen Übernommen wird nur, was das Verzeichnis zuverlässig liefert: der Name und der Ort.
- 3 Programm Website suchen Für die 1.610 Firmen ohne hinterlegte Adresse wird die eigene Seite per Suche ermittelt.
- 4 Programm Treffer prüfen Passt die gefundene Seite nicht belegbar zum Firmennamen, wird sie markiert und nicht verwendet.
- 5 Programm Impressum auslesen Impressum, Kontakt- und Teamseite liefern Telefon, E-Mail, Ansprechpartner und Stellenseite.
- Datenquelle
- normales Programm
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Wenn es für Ihre Zielgruppe ein öffentliches Verzeichnis gibt, brauchen Sie daraus nur den Namen — alles Weitere steht auf der Website der Firma, und zwar von Gesetzes wegen.
Fast jede Branche hat ein öffentliches Verzeichnis: Kammern, Innungen, Verbände, Bewertungsportale, Zertifizierungslisten, Förderdatenbanken. Fast alle zeigen absichtlich keine Direktkontakte. Nehmen Sie daraus nur den Namen. Impressumspflicht bedeutet, dass jede gewerbliche Website Telefon und E-Mail nennen muss. Der Weg Verzeichnis → Website → Impressum funktioniert deshalb praktisch überall.
Der Fallstrick ist die Zuordnung: Eine per Suche gefundene Website muss gegen den Firmennamen geprüft werden. Ungeprüft landen sonst Kontaktdaten fremder Firmen in Ihrer Liste — ein Fehler, der beim ersten Anruf sichtbar wird und teuer ist.
Die Ausgangslage
Für eine bestimmte Zielgruppe gibt es ein öffentliches Bewertungsverzeichnis: 1.643 Firmen im deutschsprachigen Raum, sortiert, beschrieben, mit Spezialisierung und Bewertungen. Auf den ersten Blick eine fertige Adressliste.
Auf den zweiten Blick nicht: Telefon bei 40 von 1.643, Webadresse bei 33. Das Verzeichnis lebt davon, dass der Besucher auf der Plattform bleibt — es zeigt viel über die Firmen und wenig, womit man sie direkt erreicht. Eine Liste ohne Kontakt ist für den Vertrieb wertlos.
Die Lösung im Einzelnen
Das Verzeichnis liefert nur eines zuverlässig: den Namen und den Ort. Genau das genügt.
In einem zweiten Schritt wird zu jeder Firma die eigene Website ermittelt und geprüft — passt sie zum Namen? Dann wird ausgelesen, was dort ohnehin öffentlich steht: Impressum mit Telefon und E-Mail, Team- oder Kontaktseite mit Ansprechpartner, und der Link zur Stellenübersicht.
Das ist keine Trickserei, sondern die Umkehrung der Blickrichtung: Nicht das Verzeichnis muss die Kontaktdaten hergeben — die Firma selbst ist gesetzlich verpflichtet, sie zu veröffentlichen. Alle Phasen sind unterbrechbar und laufen an derselben Stelle weiter.
Firma: Steinbacher Personal GmbH
Ort: 4020 Linz, Oberösterreich
Spezialgebiet: Technik, Gewerbe
Bewertung: 4,6 von 5 (31 Bewertungen)
Telefon: —
E-Mail: —
Ansprechpartner: —
Webseite: —
Stellenseite: —
Firma: Steinbacher Personal GmbH
Ort: 4020 Linz, Oberösterreich
Spezialgebiet: Technik, Gewerbe
Bewertung: 4,6 von 5 (31 Bewertungen)
Telefon: +43 732 445566 (Impressum)
E-Mail: office@… (Impressum)
Ansprechpartner: C. Steinbacher (Team)
Webseite: … geprüft: Name belegt
Stellenseite: … /karriere
Die Zeile „geprüft: Name belegt" ist die wichtigste. Ohne sie stünde hier möglicherweise das Impressum einer gleichnamigen Firma aus einer anderen Stadt.
Was wir dabei gelernt haben
- Ein Verzeichnis zeigt, was seinem Geschäftsmodell nützt. Erwarten Sie dort keine Direktkontakte. Nutzen Sie es als Namensliste — dafür ist es hervorragend.
- Die Firma selbst ist die beste Quelle. Impressum und Teamseite sind Selbstauskunft, gesetzlich vorgeschrieben und aktueller als jede eingekaufte Adressdatei.
- Jede zugeordnete Website gehört gegengeprüft. Ohne Abgleich gegen den Firmennamen sammelt man Kontaktdaten von Namensvettern ein. Wir haben diesen Fehler in einem früheren Projekt gemacht — dort gehörte ein Drittel der angereicherten Daten einer anderen Firma.
Das Verzeichnis nannte bei zwei Prozent der Firmen eine Telefonnummer. Nach dem Auslesen der Websites waren es fünfundfünfzig. Die Daten waren nie das Problem — nur der Ort, an dem wir sie gesucht hatten.
Aus der Projektauswertung, August 2026
Was das Verzeichnis hergab — und was die Websites Tabelle
| Angabe | aus dem Verzeichnis | nach dem Auslesen |
|---|---|---|
| Name, Adresse, Ort, Land | 1.643 (100 %) | 1.643 (100 %) |
| Telefon | 40 (2 %) | 907 (55 %) |
| Webseite | 33 (2 %) | gefunden und geprüft |
| 0 | 857 (52 %) | |
| Ansprechpartner | 0 | 522 (32 %) |
| Link zur Stellenübersicht | 0 | 768 (47 %) |
Quelle: Vollständiger Durchgang über 1.643 Firmenprofile, August 2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.