Vertrieb Auswerten & Messen Läuft im Alltag
Im Verkaufsgespräch sagen, was zu erwarten ist
Stellentitel und Ort eingeben — das Werkzeug zeigt, was vergleichbare eigene Kampagnen tatsächlich gebracht haben. Als Spanne, mit Belegen zum Nachschlagen.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Die häufigste Frage im Verkaufsgespräch — was bringt mir das konkret — wurde bisher aus dem Bauch beantwortet.
Was der Fall macht
Zeigt im Verkaufsgespräch, wie viele Bewerbungen vergleichbare eigene Kampagnen für diese Stelle an diesem Ort gebracht haben.
Was er bewirkt
Die häufigste Frage im Gespräch bekommt eine belegte Spanne aus 20.582 echten Bewerbungen — in 50 bis 80 Millisekunden.
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Eigene Kampagnen 479 Kampagnen seit Juni 2023 liegen mit ihrem tatsächlichen Ergebnis in der Datenbank.
- 2 Mensch Stelle und Ort eingeben Der Verkäufer tippt im Gespräch Stellentitel und Ort ein — mehr nicht.
- 3 Programm Vergleichbare Kampagnen suchen Das Programm sucht Kampagnen mit ähnlicher Stellenbezeichnung und ähnlicher Region.
- 4 Programm Spanne rechnen Je Kampagne zählen nur die ersten 60 Tage; ausgegeben wird das mittlere Drittel der Vergleichsfälle.
- 5 Programm Belege mitliefern Die zehn ähnlichsten Kampagnen und die zehn letzten aus der Region stehen zum Nachschlagen dabei.
- Datenquelle
- normales Programm
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Wer schon hundert Aufträge abgewickelt hat, hat die Antwort für den nächsten Interessenten längst in der Datenbank — sie muss nur im Gespräch abrufbar sein.
Jeder Betrieb mit einer Auftragshistorie kann das: Wie lange dauert so ein Umbau üblicherweise? Wie viel Material geht bei dieser Fläche drauf? Wie viele Termine braucht ein Fall wie dieser?
Die Voraussetzung ist nur eine: Die abgeschlossenen Aufträge müssen mit ihrem Ergebnis strukturiert vorliegen. Wer das hat, baut sein eigenes Erwartungswerkzeug in wenigen Tagen. Der Fallstrick: Gemessenes und Angenommenes müssen getrennt ausgewiesen sein, sonst ist das ganze Werkzeug angreifbar.
Die Ausgangslage
Jedes Verkaufsgespräch läuft auf dieselbe Frage zu: Und was bringt mir das konkret? Die ehrliche Antwort lautete bisher „kommt darauf an“. Das stimmt, hilft dem Gegenüber aber nicht. Wer stattdessen eine zurechtgelegte Zahl nennt, weckt eine Erwartung, die er später nicht einlösen kann.
Dabei lagen die Antworten längst vor. Seit Juni 2023 sind 479 Kampagnen gelaufen, jede mit ihrem tatsächlichen Ergebnis in der Datenbank. Nur konnte im Gespräch niemand darauf zugreifen.
Die Lösung im Einzelnen
Das Werkzeug läuft während des Gesprächs im Browser: Stellentitel und Ort eingeben, fertig. Es sucht in der eigenen Datenbank vergleichbare Kampagnen und gibt deren tatsächliche Ergebnisse als Spanne aus — das mittlere Drittel der Vergleichsfälle, gerechnet auf die ersten 60 Tage jeder Kampagne.
Die Seite zeigt auch, ob der Ort Stadt, Umland oder ländlich ist — und sagt ausdrücklich, dass das nicht in die Zahl eingeht. Der Unterschied wurde gemessen und war nicht vom Zufall zu unterscheiden.
Die erwarteten Bewerbungen und der Anteil der weitergeleiteten sind gemessen. Die Zahl der Vorstellungsgespräche ist eine Erfahrungsannahme — sie steht in keinem System, weil sie beim Kunden passiert. Genau so steht es auch auf dem Bildschirm.
- Stellenbezeichnung
- Koch / KöchinEingabe
- Ort
- KitzbühelEingabe
- Einordnung
- Umland, touristisch geprägt — geht nicht in die Zahl einangezeigt, gemessen ohne Effekt
- Erwartete Bewerbungen
- 11 bis 18 in 60 Tagen — mittleres Drittel vergleichbarer Kampagnengemessen
- davon weitergeleitet
- 7 bis 12gemessen
- davon Gespräche
- 2 bis 3Annahme
- Belege
- 10 ähnliche Stellen, 10 Kampagnen aus der Region — anklickbarNachweis
Die Zeile „davon Gespräche“ ist als Annahme gekennzeichnet, nicht als Messung. Genau diese Unterscheidung macht es möglich, mit dem Werkzeug in ein kritisches Gespräch zu gehen.
Was wir dabei gelernt haben
- Eine Spanne ist ehrlicher als ein Mittelwert — und überzeugt trotzdem mehr, weil sie die Streuung zugibt statt sie zu verstecken.
- Eine Spanne aus verschieden langen Kampagnen misst die Laufzeit, nicht den Erfolg. Die erste Fassung zeigte Spannen wie „10 bis 61“ — im Gespräch unbrauchbar. Seit alle Kampagnen auf 60 Tage gerechnet werden, sank der Gesamtmedian von 22 auf 17: vorsichtiger, aber belastbar.
- Was man anzeigt, muss man nicht einrechnen. Der naheliegende Regionalfaktor für Stadt und Land wurde gemessen und verworfen. Die Einordnung steht trotzdem auf dem Bildschirm — mit dem Satz, dass sie keinen Unterschied macht.
- Gemessenes und Angenommenes strikt trennen. Die eine unbelegte Zahl im Werkzeug ist ausdrücklich als Annahme markiert — sonst wäre das ganze Werkzeug angreifbar.
- Geschwindigkeit ist hier ein Qualitätsmerkmal. Was im Gespräch länger als zwei Sekunden braucht, wird nicht benutzt.
- Eine einzelne Datei schlägt eine Anwendung. Kein Framework, keine Installation.
Eine Spanne aus echten Vergleichsfällen überzeugt stärker als eine glatte Zahl — weil sie zugibt, dass es Streuung gibt.
Aus der Entwurfsentscheidung zum Werkzeug
Was gemessen ist — und was nicht Tabelle
| Stufe | Herkunft der Zahl |
|---|---|
| erwartete Bewerbungen (Spanne) | gemessen aus vergleichbaren Kampagnen |
| davon weitergeleitet | gemessen: 61–69 % je Jahr |
| davon Vorstellungsgespräche | Erfahrungsannahme — passiert beim Kunden, steht in keinem System |
| Stadt, Umland oder ländlich | angezeigt, aber nicht eingerechnet — gemessen ohne Unterschied |
Quelle: Datenbasis 20.582 Bewerbungen aus 479 Kampagnen, Stand 11.09.2026
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.