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KI in der Praxis Dr. Gerhard Reisinger

Vertrieb Auswerten & Messen Läuft im Alltag

Was eine unbesetzte Stelle wirklich kostet

Fünf Angaben, und der Kunde sieht in seinen eigenen Zahlen, was ihn die offene Stelle bereits gekostet hat — mit vollständig aufklappbarem Rechenweg.

  • Aufbau3 Tage
  • Zahlen vom11.08.2026
  • Lesezeit5 Min.

Der Fall auf einen Blick

1

Das Problem

Ein Kunde vergleicht das Angebot mit dem Preis — nicht mit den Kosten des Zustands, in dem er gerade steckt.

2

Was der Fall macht

Rechnet im Verkaufsgespräch aus fünf Angaben des Kunden aus, was ihn die unbesetzte Stelle bereits gekostet hat.

3

Was er bewirkt

Nach 5 Angaben geht es um die laufenden Kosten statt um den Preis — ob das die Abschlussquote hebt, ist noch nicht verglichen.

5 Angaben genügen für die vollständige Rechnung
Vorher Preisdiskussion gegen null
Heute Vergleich gegen laufende Kosten
Vergleich geschätzt

So funktioniert es

In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.

  1. 1 Mensch Fünf Angaben vom Kunden Der Kunde nennt Branche, Position und Gehalt und beantwortet zwei Zeitfragen.
  2. 2 Daten Branchenwerte Alles Weitere kommt aus hinterlegten Branchenwerten.
  3. 3 Programm Sichtbar rechnen Der Rechner zeigt Posten für Posten: entgangener Beitrag, Überstunden, Qualität, Abwanderungsrisiko.
  4. 4 Programm Gehalt abziehen Das eingesparte Gehalt wird sichtbar dagegengerechnet.
  5. 5 Mensch Annahmen korrigieren Der Kunde ändert jede Annahme selbst und stellt ein, in wie vielen Tagen besetzt wird.
  • Datenquelle
  • normales Programm
  • Mensch

Die Zahlen dahinter

1Datei kein Server, keine Installation, läuft offline
100% der Annahmen sind im Gespräch änderbar

Was das für Ihren Betrieb heißt

Fast jedes Angebot konkurriert nicht mit einem anderen Anbieter, sondern mit dem Nichtstun — und die Kosten des Nichtstuns rechnet niemand aus, solange man sie nicht zeigt.

Das Muster passt überall dort, wo Ihr Angebot mit dem Nichtstun konkurriert: die nicht sanierte Heizung, die alte Maschine mit Stillstandszeiten, die fehlende Software, der ungenutzte Leerstand.

Der Bauplan ist immer derselbe: Welche Kosten laufen beim Kunden weiter, solange er nichts tut? Rechnen Sie sie sichtbar aus, machen Sie jede Annahme änderbar, und geben Sie das Blatt mit. Der Fallstrick: Ein Rechner mit festen Zahlen wirkt wie ein Verkaufstrick. Der Aufwand liegt bei wenigen Tagen — der Rechner selbst ist eine einzige Datei.

Die Ausgangslage

Im Verkaufsgespräch passiert regelmäßig dasselbe: Der Kunde hört den Preis und vergleicht ihn mit null. Er vergleicht ihn nicht mit dem, was ihn der aktuelle Zustand kostet — weil diese Zahl nirgends steht.

Dabei ist sie meist die größere. Eine unbesetzte Stelle kostet entgangenen Deckungsbeitrag, Überstunden im Team, Qualitätsverlust und irgendwann die Abwanderung derer, die den Mehraufwand tragen. Dagegen zu rechnen ist nur das eingesparte Gehalt.

Die Lösung im Einzelnen

Ein Rechner, der im Gespräch mitläuft — als einzelne Datei, die per Doppelklick aufgeht, ohne Server und ohne Internet. Der Kunde macht fünf Angaben, alles Weitere kommt aus hinterlegten Branchenwerten. Dann läuft die Rechnung sichtbar durch, Posten für Posten.

Jede einzelne Annahme ist auf Tastendruck sichtbar und veränderbar. Ein Kunde, der widerspricht, weil sein Deckungsbeitrag niedriger liegt, setzt seine eigene Zahl ein. Die Rechnung wird dadurch kleiner und glaubwürdiger — und sie ist ab diesem Moment seine Rechnung, nicht unsere.

Am Ende steht ein Regler: besetzt in wie vielen Tagen. Die Differenz erscheint in Grün, dazu die Amortisationsdauer. Das Kostenblatt lässt sich drucken und bleibt beim Kunden.

Dieselbe Stelle, zwei BetrachtungenBeispielansicht · Daten erfunden
kosten-der-vakanz/index.html — die letzten beiden Szenen
Wenn nichts passiert

Servicekraft, seit 4 Monaten offen, Besetzung erwartet in weiteren 3 Monaten.

Bisher aufgelaufen: 28.400 €
Bis zur erwarteten Besetzung: 49.700 €

Das entspricht etwa 14 Monatsgehältern der gesuchten Position.

Wenn in 30 Tagen besetzt wird

Verbleibende Kosten: 7.100 €

Differenz: 42.600 €

Die Investition amortisiert sich rechnerisch nach 9 Tagen — alles danach ist Gewinn.

Der Regler bleibt im Gespräch beweglich: Der Kunde stellt selbst ein, was er für realistisch hält.

Alle Beträge im Beispiel sind erfunden. Entscheidend ist nicht ihre Höhe, sondern dass der Kunde jede Annahme dahinter sofort ändern kann.

Was wir dabei gelernt haben

  1. Jede Annahme muss im Gespräch änderbar sein. Ein Rechner mit festen Zahlen wirkt wie ein Verkaufstrick. Einer, den der Kunde korrigieren darf, wird zu seiner eigenen Rechnung.
  2. Das eingesparte Gehalt gehört sichtbar dagegengerechnet. Wer nur die Kostenseite zeigt, verliert die Glaubwürdigkeit — der Kunde rechnet es ohnehin im Kopf.
  3. Eine Datei ohne Installation schlägt jede Anwendung. Beim Kunden ist selten Netz, nie ein Zugang und immer wenig Zeit.
  4. Das Ergebnis muss mitgehbar sein. Der zweite Entscheider sitzt nicht am Tisch — das gedruckte Kostenblatt argumentiert an unserer Stelle weiter.

Wenn der Kunde eine Annahme nach unten korrigiert, wird die Rechnung kleiner — und die Wirkung größer. Ab da ist es seine Zahl.

Erfahrung aus dem Einsatz
Die Posten der Rechnung Tabelle
Posten Wirkung Woher der Wert kommt
Entgangener Deckungsbeitrag kostet Branchenwert, im Gespräch änderbar
Überstunden und Mehrbelastung im Team kostet Branchenwert, im Gespräch änderbar
Qualitäts- und Serviceverlust kostet Branchenwert, im Gespräch änderbar
Abwanderungsrisiko der Verbliebenen kostet Branchenwert, im Gespräch änderbar
Eingespartes Gehalt spart aus der Eingabe

Quelle: Aufbau des Rechners, Stand 08/2026

Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Ablaufdiagramm: Was eine unbesetzte Stelle wirklich kostet
Von der Quelle bis zum Ergebnis. Dunkel = das Sprachmodell, weiß = ein normales Programm, grün = ein Mensch.

Haben Sie so einen Fall im Betrieb?

Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.

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