Kundengewinnung Finden & Recherchieren Läuft im Alltag
493.529 suchende Betriebe an einem Ort statt in 15 Listen
Fünfzehn Sammelprojekte haben Stellenanzeigen aus regionalen Portalen, Kleinanzeigenmärkten, einer Bewertungsplattform, einem Suchmaschinen-Index, einem Berufsnetzwerk, amtlichen Stellenbörsen und den Karriereseiten der Betriebe eingesammelt. Erst der gemeinsame Index macht daraus ein Signal: wer sucht gerade, wer dauernd, wer zum ersten Mal.
Der Fall auf einen Blick
Das Problem
Fünfzehn Projekte sammelten Stellenanzeigen aus je einer Quelle — jede Liste lag für sich, keine wusste von der anderen, und am 19.09.2026 fehlten rund 470.000 laufend gecrawlte Anzeigen im gemeinsamen Bestand.
Was der Fall macht
Sammelt Stellenanzeigen aus Jobportalen, einem Berufsnetzwerk, einem Suchmaschinen-Index, amtlichen Stellenbörsen und den Karriereseiten der Betriebe täglich in einen gemeinsamen Bestand.
Was er bewirkt
493.529 Betriebe mit 3.261.311 Anzeigen stehen an einem Ort, mit Zeitachse — statt in fünfzehn getrennten Listen (Stand 06.10.2026).
So funktioniert es
In diesem Ablauf arbeitet kein Sprachmodell mit. Die KI hat beim Bauen geholfen — im Betrieb läuft ein normales Programm.
- 1 Daten Sieben Quellentypen Regionale Portale, Kleinanzeigenmärkte, eine Bewertungsplattform, ein Suchmaschinen-Index, ein Berufsnetzwerk, amtliche Stellenbörsen und die Karriereseiten von 461.644 Firmen aus Registern.
- 2 Programm Einsammeln Je Quelle ein eigener Sammler — über Sitemaps, offene Schnittstellen oder einen gesteuerten Browser; Kontaktdaten kommen aus der Anzeige, sonst aus dem Impressum der Firmenwebsite.
- 3 Programm Täglich in den Index Ein Sammellauf liest je Quelle nur das Neue, ordnet Anzeigen den Betrieben mit Beleg zu und führt die eigene Zeitachse: zuerst gesehen, zuletzt gesehen, verschwunden.
- 4 Programm Wachen und rechnen Eine Wache vergleicht Quelle gegen Index und meldet Lücken; je Betrieb werden Signale vorgerechnet — Anzeigen in zwölf Monaten, Monate mit Anzeige, Zahl der Quellen.
- 5 Mensch Lesen und anrufen Der Vertrieb bekommt Listen aus dem Index: wer zum ersten Mal sucht, wer über drei und mehr Kanäle sucht, wer aufgehört hat.
- Datenquelle
- normales Programm
- Mensch
Die Zahlen dahinter
Was das für Ihren Betrieb heißt
Wenn Ihr Vertrieb aus mehreren Quellen Listen zieht, zählt nicht die beste Quelle, sondern der Ort, an dem sie zusammenlaufen — sonst ruft man denselben Betrieb dreimal an und den neuen nie.
Das Muster passt auf jeden Betrieb, der aus mehreren Quellen Kontakte oder Bedarfssignale zieht — Ausschreibungsportale im Bau, Insolvenzbekanntmachungen, Baugenehmigungen, Messekataloge. Voraussetzung: ein Ort, an dem alles zusammenläuft, und ein Schlüssel je Betrieb, der nicht der Name ist.
Erster Schritt: zwei Quellen zusammenführen und zählen, wie viele Betriebe in beiden stehen — das ist schon das erste Signal. Fallstrick: Jede Quelle einmal einspielen reicht nicht; ohne laufenden Zubringer und eine Wache veraltet der Bestand still, und niemand merkt es.
Die Ausgangslage
Eine offene Stelle ist der stärkste Kaufanlass für Personaldienstleistungen. Deshalb entstanden zwischen Juli und September 2026 fünfzehn Sammelprojekte, je eines pro Quelle: ein Verbund aus acht regionalen Stellenportalen, zwei Kleinanzeigenmärkte, eine Arbeitgeber-Bewertungsplattform, eine kommerzielle Stellenbörse, ein Suchmaschinen-Stellenindex, ein Berufsnetzwerk, die amtlichen Stellenbörsen dreier Länder, ein Verzeichnis von Personalvermittlern, eine Arbeitgeber-Rangliste — und 461.644 Firmen aus amtlichen Registern, deren eigene Karriereseiten täglich geprüft werden.
Jede Quelle lieferte etwas anderes, und jede für sich sah vollständig aus. Was fehlte, war der Ort, an dem alles zusammenläuft. Am 06.08.2026 fand sich auf dem eigenen Server eine Datenbank mit 228.479 Anzeigen, die seit dreizehn Monaten stillstand — keine der neuen Quellen war darin. Am 19.09.2026 zeigte eine Prüfung, dass rund 470.000 laufend gecrawlte Anzeigen im Index fehlten, weil jede Quelle genau einmal von Hand eingespielt und dann vergessen worden war.
Die Lösung im Einzelnen
Der Index statt der Listen. Die alte Datenbank wurde nicht ersetzt, sondern wiederbelebt: Zwei fehlende Suchhilfen machten den Dublettencheck von 1,31 auf 0,046 Sekunden je Anzeige schnell — vorher hätte er 83 Stunden gedauert, deshalb war der Import eingeschlafen.
Je Quelle ein Zubringer. Jeder Sammler schreibt weiter in seine eigene Tabelle; ein Lauf, dreimal am Tag, liest je Quelle nur das Neue seit dem letzten Stand und führt die Zeitachse mit — wann eine Anzeige zuerst gesehen wurde, wann sie verschwand. Das Datum des Portals taugt dafür nicht: Ein Portal setzt es beim Nachreihen zurück, in 0 von 15.874 Anzeigen wich es vom Nachreihungsdatum ab.
Zuordnen nur mit Beleg. Anzeige zu Betrieb über UID-Nummer, Domain oder Portal-Kennung — der Firmenname allein ist als Schlüssel verboten. Domains von Portalen, Vermittlern und Agenturen werden vorher ausgeschlossen, sonst hängen tausende fremde Anzeigen an einem Betrieb.
Eine Wache. Nach jedem Lauf vergleicht ein Programm je Quelle den Bestand mit dem Index und meldet stehengebliebene Sammler und jede unbekannte Tabelle, die nach Stellenanzeigen aussieht. Im Datenpfad arbeitet kein Sprachmodell: Die Sammler sind gewöhnliche Programme; das Modell hat sie gebaut.
Die Einzelquellen sind eigene Fälle: der regionale Portalverbund („Aus 20 Tagen Adressrecherche werden 35 Minuten“), die Erstausschreiber („409 Betriebe, die heute zum ersten Mal seit 30 Tagen suchen“), das angereicherte Vermittlerverzeichnis („Aus 40 Telefonnummern wurden 907“), die verworfene Großquelle („Ein Tag Prüfung sparte den Bau eines Werkzeugs“) und die Branchenerfassung aus Registern („16.696 Firmen aus Registern“).
| Betrieb | Quellen | Anzeigen 12 Monate | zuerst gesehen | Kontakt |
|---|---|---|---|---|
| Gasthof Sonnwend, Tirol | Regionalportal, Karriereseite | 1 | diese Woche | Telefon, E-Mail |
| Kreuzer Metallbau, Oberbayern | Suchmaschinen-Index, amtliche Börse, Berufsnetzwerk | 14 | vor 9 Monaten | E-Mail aus dem Impressum |
| Seniorenhaus Lindenhof, Kärnten | Regionalportal, Marktplatzportal | 6 | vor 4 Monaten | Telefon |
| Spedition Nordwind, Hamburg | Kleinanzeigenmarkt | 31 | vor 11 Monaten | nur Website |
| Personalagentur (als Vermittler erkannt) | 4 Quellen | 212 | vor 12 Monaten | ausgeblendet |
Daten erfunden. Die Spalte „Quellen“ ist das eigentliche Ergebnis des Verbunds: Betriebe, die über drei und mehr Kanäle suchen, waren in der eigenen Messung zu 22 % Wunschkunden, die übrigen zu 6 %. Und der Vermittler mit 212 Anzeigen fliegt raus, bevor er die Liste beherrscht.
Was wir dabei gelernt haben
- Eine Quelle, die einmal eingespielt wurde, ist nach vier Wochen keine Quelle mehr. Am 19.09.2026 fehlten rund 470.000 laufend gecrawlte Anzeigen im Index; die Sammler liefen, zählten und meldeten — nur der Index bekam nichts. Seither liest ein Lauf täglich nur das Neue, und eine Wache meldet jede Tabelle, die nach Stellen aussieht und nicht angeschlossen ist.
- Erst klassifizieren, dann zählen. Bei einem Portal hingen 84,5 % aller Anzeigen an Firmen mit zehn oder mehr Inseraten, die größte hatte 1.123 — kein Arbeitgeber, sondern ein Vermittler. In der Schweiz stammten 56 % der Inserate von Personalvermittlern. Ohne diese Markierung beherrschen Portale und Vermittler jede Liste.
- Die Domain ist kein Firmenschlüssel. Ein Suchmaschinen-Index verlinkt Firmen ohne eigene Website auf eine Stellenbörse — so hingen 8.329 Anzeigen fremder Betriebe an einem einzigen. Seither: Schlüssel aus Name und Postleitzahl, Portal-Domains vorher gesperrt, und nach jedem Import eine Stichprobe der größten Firmen.
- Anzeigen mit E-Mail sind keine Kontakte. 153.545 Anzeigen mit E-Mail aus dem Suchmaschinen-Index ergaben 45.635 eindeutige Adressen — 29,7 %. Die häufigsten Adressen waren Portalbetreiber und Platzhalter aus Anzeigenvorlagen.
- Nicht jede Quelle lohnt sich, und das weiß man erst nach dem Lauf. Zwei große Stellenbörsen eines Landes untersagen die automatisierte Auswertung in ihren Nutzungsbedingungen — 16.251 von 17.404 Kontakten (93 %) waren damit rechtlich nicht sauber nutzbar und wurden verworfen. Zwei weitere Quellen schützen ihre Seiten mit einer Bot-Schranke und stehen heute nicht mehr auf der Quellenliste. Eine Arbeitgeber-Rangliste lieferte 315 Namen mit Dubletten und nie einen Export. Eine amtliche Stellenbörse sperrt jeden automatischen Zugriff; der saubere Weg wäre eine Datenvereinbarung.
- Das Datum des Portals ist kein Anzeigenalter. Ein Portal setzt es beim Nachreihen zurück, bei 0 von 15.874 Anzeigen wich es ab. Die Zeitachse entsteht nur aus eigener Beobachtung: zuerst gesehen, zuletzt gesehen, verschwunden.
- Die erste Stichprobe lügt nach oben. Beim Kleinanzeigenmarkt lagen die ersten 24.000 Anzeigen bei 8,2 % E-Mail, der Gesamtlauf bei 1,6 % — frische Anzeigen tragen mehr Kontaktdaten als alte.
- Eine Datenbank auf einem synchronisierten Laufwerk stirbt mitten im Lauf. Drei Projekte verloren Arbeitsstände, einmal rund 35.700 Anzeigen; seither liegt jede Arbeitsdatei lokal, auf der Ablage nur die Übergabekopie.
Ein Crawler, der nur in die eigene Tabelle schreibt, sieht erfolgreich aus und fehlt trotzdem.
Aus der Erkenntnisnotiz zur Prüfung vom 19.09.2026
Was jeder Quellentyp liefert — Vollabzüge und laufende Zubringer Tabelle
| Quellentyp | Anzeigen | Betriebe | Kontaktquote | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Regionaler Portalverbund, acht Portale (AT) | 15.888 | 1.806 | 95 % der Betriebe mit Kontakt | 30.07.2026 |
| Marktplatzportal mit Stellenrubrik (AT) | 15.874 | 1.527 | 100 % ein Kontaktweg, 34 % E-Mail | 01.08.2026 |
| Kleinanzeigenmarkt (DE) | 500.572 | 49.197 Anbieterkonten | 68 % ein Kontaktweg, 1,6 % E-Mail | 01.08.2026 |
| Suchmaschinen-Stellenindex (DACH) | 518.799 | 137.282 | 43 % ein Kontaktweg, 30 % E-Mail | 06.08.2026 |
| Kommerzielle Stellenbörse (DE) | 69.547 | 3.386 | 32,6 % Telefon oder E-Mail | 28.07.2026 |
| Arbeitgeber-Bewertungsplattform (DACH) | 138.381 | 1.554 | 48 % je Anzeige, 76 % E-Mail je Betrieb nach Anreicherung | 30.07.2026 |
| Amtliche Stellenbörse (DE), laufend | 48.981 neue in 7 Tagen | — | nur im Volltext der Anzeige | 22.08.2026 |
| Amtliche Stellenbörse und Verbundportale (CH) | rund 73.000 | — | rund 70 % ein Kontaktweg, 56 % Vermittler | 07/2026 |
| Berufsnetzwerk (DACH) | 21.781 | — | nicht ausgewiesen | 19.09.2026 |
| Eigene Karriereseiten (Firmen aus Registern) | 46.010 belegte Stellen | 8.851 | Firmenbestand: 30 % E-Mail, 36 % Telefon | 19.09.2026 |
Quelle: Steckbriefe und Journale der Sammelprojekte; die Kontaktquote ist je Quelle anders definiert (je Anzeige oder je Betrieb) und nur innerhalb einer Zeile vergleichbar
Der Ablauf als Diagramm Schaubild
Haben Sie so einen Fall im Betrieb?
Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, welche Aufgabe bei Ihnen am meisten Zeit frisst. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung — samt Aufwand und samt der Antwort „lohnt sich nicht“, wenn es so ist.